
PV-Montage
Wer in Graz oder der Steiermark eine Photovoltaik-Anlage plant, trifft auf drei Förderebenen: den Bund mit dem EAG-Investitionszuschuss, das Land Steiermark mit dem Ökofonds und die Stadt Graz mit eigenen Programmen. Dieser Beitrag ordnet die Ebenen ein und verlinkt direkt zu den offiziellen Förderstellen – denn nur dort sind Sätze, Budgets und Fristen verbindlich. Wir selbst sind Montagebetrieb, keine Förderberatung; am Ende steht, was wir zur Förderabwicklung beitragen können.
Bund: EAG-Investitionszuschuss über die OeMAG
Die zentrale Bundesförderung für PV-Anlagen ist der Investitionszuschuss nach dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG). Abgewickelt wird er über die OeMAG, die Anträge laufen in zeitlich begrenzten Fördercalls – 2026 gab es drei davon, der letzte endete im Oktober. Wer einen Call verpasst, muss auf den nächsten warten; ob und wann es 2027 weitere Calls gibt, veröffentlicht die OeMAG bzw. die EAG-Abwicklungsstelle.
- Gestaffelte Zuschüsse: zuletzt bis zu 150 Euro pro kWp für die ersten 10 kWp, darüber sinkende Sätze (etwa 140 Euro bis 20 kWp, 130 Euro bis 100 kWp, 120 Euro darüber). Die Sätze werden pro Call festgelegt und können sich ändern.
- Speicher: wurden zuletzt mit einem eigenen Satz je kWh gefördert, wenn sie gemeinsam mit einer PV-Anlage errichtet werden.
- Made-in-Europe-Bonus: für Komponenten europäischer Fertigung gab es zuletzt einen Aufschlag auf den Zuschuss.
- Wichtig für Großanlagen: Anlagen über 100 kWp bis 1.000 kWp – unser Kerngeschäft bei der Montage von Großanlagen ab 50 kWp – sind förderfähig, der Zuschuss pro kWp ist aber am unteren Ende der Staffel.
Alle Details, Fristen und das Antragsportal: OeMAG – Abwicklungsstelle für Ökostrom (offizielle Förderstelle). Einen laufend aktualisierten Überblick bietet auch der Branchenverband PV Austria.
Umsatzsteuer: Nullsteuersatz ausgelaufen
Von Anfang 2024 bis ins Frühjahr 2025 galt für kleinere PV-Anlagen bis 35 kWp ein Umsatzsteuersatz von null Prozent. Diese Regelung ist ausgelaufen – seither gelten wieder 20 Prozent. Ob und in welcher Form eine Neuauflage kommt, war bei Redaktionsschluss offen. Für die steuerliche Behandlung von Einspeiseerlösen (teilweise einkommensteuerfrei bis zu einer jährlichen Einspeisemenge) gilt: ohne Gewähr, das klärt verlässlich nur eine Steuerberatung oder die Wirtschaftskammer – Einstieg etwa über die WKO.
Land Steiermark: Ökofonds für innovative PV
Eine flächendeckende Landespauschale für jede PV-Anlage gibt es in der Steiermark derzeit nicht. Der Ökofonds des Landes fördert stattdessen gezielt innovative Projekte mit Doppelnutzung – etwa Agri-Photovoltaik, überbaute Parkflächen oder Anlagen auf bereits versiegelten Flächen. Zuletzt waren bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten für Unternehmen möglich, gedeckelt pro Ansuchen; die Calls sind zeitlich eng begrenzt und oft schnell ausgeschöpft. Aktuelle Ausschreibungen: Ökofonds Steiermark (Land Steiermark) – die offizielle Landes-Förderstelle.
Stadt Graz: Förderung für Gemeinschaftsanlagen
Die Stadt Graz fördert Photovoltaik-Gemeinschaftsanlagen auf Mehrparteienhäusern: zuletzt bis zu 300 Euro pro kWp bei Eigenverbrauchsnutzung (190 Euro ohne), gedeckelt mit 20.000 Euro pro Gebäude, befristet bis Ende 2026. Für klassische Einzelanlagen auf Gewerbe- oder Industriedächern gibt es aktuell keine eigene städtische Pauschale. Voraussetzungen und Formulare: Stadt Graz – Photovoltaik-Gemeinschaftsanlagen (offizielle Förderseite der Stadt).
Was das für Gewerbeprojekte in der Praxis heißt
Für Gewerbe- und Industriedächer ab 50 kWp läuft die Förderung fast immer über den EAG-Investitionszuschuss des Bundes. Drei Dinge entscheiden darüber, ob der Zuschuss am Ende auch ausbezahlt wird:
- Timing: Der Antrag muss im richtigen Call-Fenster gestellt werden – die Montageplanung sollte sich daran orientieren, nicht umgekehrt.
- Fristgerechte Inbetriebnahme: Nach der Zusage läuft eine Frist bis zur Fertigstellung. Ein Montagepartner mit verlässlichen Terminen ist hier bares Geld wert.
- Dokumentation: Für die Endabrechnung verlangen Förderstellen Nachweise. Unsere lückenlose Fotodokumentation und das Abnahmeprotokoll decken den Montageteil ab – wie wir Angebote und Unterlagen aufbauen, zeigt die Angebots-Checkliste.
Wir übernehmen keine Förderanträge – aber wir liefern die Anlagendaten, halten Montagetermine und dokumentieren so, dass die Abrechnung keine offenen Fragen lässt. Überblick über unsere Gewerke: Leistungen; für konkrete Projekte der kürzeste Weg: Anfrage mit Dachfotos und Plänen.
Häufige Fragen
Welche PV-Förderung gibt es 2026 in Österreich?
Die wichtigste Bundesförderung ist der EAG-Investitionszuschuss, der über die OeMAG in mehreren Fördercalls pro Jahr vergeben wird. Die Zuschüsse sind nach Anlagengröße gestaffelt; zuletzt lagen sie bei bis zu 150 Euro pro kWp. Alle Angaben ohne Gewähr – verbindlich sind ausschließlich die Informationen der OeMAG unter oem-ag.at.
Gibt es in Graz eine eigene Photovoltaik-Förderung?
Die Stadt Graz fördert Photovoltaik-Gemeinschaftsanlagen auf Mehrparteienhäusern – zuletzt mit bis zu 300 Euro pro kWp, gedeckelt pro Gebäude. Für klassische Einzelanlagen auf Gewerbedächern gibt es derzeit keine eigene städtische Pauschalförderung. Ohne Gewähr; maßgeblich ist die Förderseite der Stadt Graz auf graz.at.
Fördert das Land Steiermark PV-Anlagen für Unternehmen?
Das Land Steiermark fördert über den Ökofonds vor allem innovative PV-Projekte mit Doppelnutzung, etwa Agri-Photovoltaik oder überbaute Parkplätze – zuletzt mit bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten für Unternehmen. Die Calls sind zeitlich begrenzt. Ohne Gewähr; verbindlich ist die Ökofonds-Seite des Landes Steiermark.
Übernimmt PV-Mont die Förderabwicklung?
Wir sind Montagebetrieb und keine Förderberatung. Was wir beitragen: belastbare Anlagendaten, Montagetermine, die zu Call-Fristen passen, und eine lückenlose Dokumentation, wie sie viele Förderstellen für die Endabrechnung verlangen. Die Antragstellung selbst liegt beim Betreiber bzw. Planer.
