Photovoltaik-Montage in der Weststeiermark (Raum Deutschlandsberg/Voitsberg)
Schilcherland-Höfe, Industrieerbe rund um Voitsberg und windexponierte Lagen an Koralm und Pack: Was die PV-Montage im Raum Deutschlandsberg und Voitsberg von anderen Regionen unterscheidet.

PV-Montage
Für die Photovoltaik-Montage in der Weststeiermark gilt eine einfache Regel: Der Standort ist gut, der Wind ist das eigentliche Thema. Im Raum Deutschlandsberg und Voitsberg treffen wir auf drei Dachwelten – große Ziegel-Satteldächer der Wohnhäuser und Buschenschänke im Schilcherland, in die Jahre gekommene Trapezblech- und Welleternitdächer landwirtschaftlicher Wirtschaftsgebäude und weitläufige Hallendächer im Industrieerbe rund um Voitsberg, Köflach und Bärnbach. Jeder Typ braucht ein anderes Befestigungssystem – und weil die Vorberge von Koralm, Pack und Stubalpe windexponiert sind, gehört die Windlast hier von Anfang an in die Planung.
Welche Dächer im Raum Deutschlandsberg und Voitsberg typisch sind
Die Weststeiermark ist kein einheitliches Baugebiet. Zwischen dem Laßnitztal, dem Kainachtal und den Hängen des Schilcherlands finden sich drei sehr unterschiedliche Dachtypen, die wir bei Anfragen aus der Region regelmäßig sehen:
- Wohnhäuser und Buschenschänke im Schilcherland: überwiegend Ziegel-Satteldächer mit 30 bis 45 Grad Neigung, häufig in Hanglage und mit Weingärten oder Baumbestand in der Nähe. Befestigt wird über Dachhaken auf dem Ziegeldach, wobei der Ziegel sauber ausgeklinkt statt gequetscht werden muss.
- Landwirtschaftliche Wirtschaftsgebäude: große, kaum verschattete Flächen auf Trapezblech oder Welleternit – ideal für die Anlagengröße, aber nicht immer für die Tragkonstruktion. Bei Platten aus dem Altbestand ist vorab die Asbestfrage zu klären (siehe PV auf Welleternit).
- Gewerbe- und Industriehallen: Der Bezirk Voitsberg war lange eine Bergbau- und Industrieregion; entsprechend groß sind die Hallendächer in den Betriebsgebieten von Voitsberg, Köflach und Bärnbach. Hier stellt sich meist die Frage ballastiert oder durchdrungen und die nach den verfügbaren Lastreserven.
Bei älteren Wirtschafts- und Hallengebäuden kommt eine Besonderheit dazu, die man beim Neubau selten hat: Die Statik alter Pfetten- und Stahlbaudächer ist oft nicht dokumentiert. Ohne Nachweis der Resttragfähigkeit lässt sich keine Anlage seriös planen – das ist kein Formalismus, sondern der Unterschied zwischen einer Anlage, die 25 Jahre trägt, und einem Schadensfall.
Wind, Schnee und Klima: was die Weststeiermark besonders macht
Anders als der windgeschützte Grazer Talkessel liegt die Weststeiermark im Einflussbereich der Koralm und des Packsattels – Lagen, die man nicht umsonst für die Windkraft nutzt. Für die PV-Montage bedeutet das ein paar konkrete Punkte:
- Windlast auf Flachdächern: In exponierten Lagen an Koralm, Pack und Stubalpe muss die Auflast eines ballastierten Systems rechnerisch zur Windzone passen. Zu wenig Ballast, und die Anlage beginnt bei Sturm zu wandern. Deshalb gehört die Windlast in die Statik, bevor das erste Modul liegt.
- Schneelast in den Vorbergen: Im Tal um Deutschlandsberg und Voitsberg sind die Schneelasten moderat, in den Höhenlagen Richtung Salla, Gaberl oder Stubalpe steigen sie deutlich. Die anzusetzende Schneelast richtet sich nach Seehöhe und Standort und beeinflusst Unterkonstruktion und Modulbelegung.
- Hagel im Sommer: Die Steiermark ist eine hagelaktive Region. Ein Blick auf die Hagelwiderstandsklasse der Module und auf die Versicherungsdeckung zahlt sich hier aus.
- Hanglage und Ausrichtung: Im Schilcherland werfen Weingärten, Wald und Hangkanten im Winter lange Schatten. Wo eine reine Südbelegung schwierig ist, bringt eine Ost-West-Anordnung oft mehr nutzbaren Eigenverbrauch als eine Südanlage mit reiner Mittagsspitze.
Die Einstrahlungswerte der Weststeiermark sind gut, und viele Höfe bieten große, freie Dachflächen. Der Ertrag entscheidet sich am Ende aber nicht am Standort allein, sondern an einer sauberen Auslegung von Ausrichtung, Neigung und Verschattung – Punkte, die vor das Angebot gehören, nicht danach.
Sicher am Dach arbeiten – vom Buschenschank bis zur Industriehalle
Ob steiles Ziegeldach am Weinhang oder hohe, frei stehende Industriehalle: Die Vorgaben nach ASchG und Bauarbeiterschutzverordnung gelten überall gleich. Ab Absturzhöhen von mehr als zwei Metern braucht es geeignete Schutzmaßnahmen – Seitenschutz, Anseilschutz an normgerechten Anschlagpunkten nach ÖNORM EN 795 oder eine Kombination daraus. Bestehende Anschlagpunkte müssen mindestens einmal jährlich von einer sachkundigen Person geprüft werden. Windexponierte Lagen machen das nicht optional, sondern umso wichtiger.
Genau hier liegt der Vorteil, wenn PV-Montage und Absturzsicherung aus einer Hand kommen: Wir setzen die Anschlagpunkte dort, wo sie später für Reinigung, Wartung und Kaminkehrer gebraucht werden – nicht dort, wo während der Montage gerade Platz war. Einen Überblick über beide Gewerke finden Sie auf unserer Seite Leistungen.
- Absturzsicherung wird gemeinsam mit der Modulbelegung geplant, nicht danach
- Dokumentierte Übergabe mit Fotodokumentation der Befestigungs- und Anschlagpunkte
- Anschlagpunkte bleiben nach der Montage dauerhaft nutzbar
Von unserem Standort in Graz sind wir in rund 30 bis 50 Minuten im Raum Deutschlandsberg und Voitsberg. Wenn Sie ein konkretes Dach in der Weststeiermark haben: Schreiben Sie uns kurz, welcher Dachtyp und welche ungefähre Fläche es ist – dann sagen wir Ihnen ehrlich, was geht und was nicht.
Häufige Fragen
Kommen Sie für die PV-Montage auch nach Deutschlandsberg und Voitsberg?
Ja. Von unserem Standort in Graz sind es in den Raum Voitsberg, Köflach, Bärnbach oder Deutschlandsberg rund 30 bis 50 Autominuten über die A2, die B70 oder die B76. Die Weststeiermark liegt damit in unserem täglichen Einsatzgebiet – vom Einfamilienhaus im Schilcherland bis zur Industriehalle im Bezirk Voitsberg, ohne Aufschlag für weite Anfahrten.
Muss ich in der Weststeiermark wegen des Windes eine andere Unterkonstruktion einplanen?
In den windexponierten Lagen an Koralm, Pack und Stubalpe fällt die Windlast höher aus als im windgeschützten Talkessel. Das betrifft vor allem Flachdächer mit ballastierten Systemen: Hier muss die Auflast rechnerisch zur Windzone passen, sonst wandert die Anlage. Auf Schrägdächern entscheidet die Zahl und Anordnung der Dachhaken. Beides ist Teil einer statischen Auslegung, die vor dem Angebot steht – keine Frage der Optik, sondern der Sicherheit.
Lohnt sich Photovoltaik im Schilcherland trotz der Hanglagen?
Die Weststeiermark bietet gute Einstrahlungswerte, und viele Häuser im Schilcherland haben große, wenig verschattete Satteldächer. Entscheidend sind Ausrichtung, Neigung und Verschattung durch Weingärten, Wald und Hangkanten. Wo eine reine Südbelegung durch die Hanglage schwierig ist, bringt eine Ost-West-Anordnung oft mehr nutzbaren Eigenverbrauch. Das klärt eine Verschattungsanalyse in der Planung.
